Sehr geehrte/r Leser/in; der nachstehendeInhalt kann helfen den Umgang mit dem eigenen Hund, oder generell mit Hunden zu erleichtern.
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Zecken sind für Mensch und Tier nicht zu unterschätzen!!!
Was für Tiere sind Zecken? Zecken sind weltweit verbreitete blutsaugende Parasiten, die sich vom Blut ihrer Wirte ernähren. Sie haben als Überträger von Krankheiten auf Mensch und Tier zweifelhafte Berühmtheit erlangt. Ist eine Zecke mit Krankheitserregern infiziert, kann ein an und für sich harmloser Zeckenstich zur Gefahr für den Menschen werden. Im Darm oder in den Speicheldrüsen von Zecken können Bakterien oder Viren sitzen. Sticht eine Zecke zu, können diese Krankheitserreger in den Körper des Blutwirts gelangen. In der Schweiz haben vor allem zwei durch Zecken übertragbare Erkrankungen Bedeutung: die von Bakterien ausgelöste Borreliose und die virale Frühsommer-Meningoenzephalitis(FSME), welche auch Zeckenhirnhautentzündung genannt wird. Darüber hinaus sind Zecken aber auch hoch spezialisierte Tiere, die durch Körperbau und Verhalten hervorragend an ihre Umwelt angepasst sind.
Was für Tiere sind Zecken? Zecke der Gattung "Ixodes ricinus" (Gemeiner Holzbock) im Nymphen-Stadium (Größe: <1mm) Zecken gehören zu den Spinnentieren, genauer zur Ordnung der Milben. Die Zugehörigkeit zu den Spinnentieren erkennt man z.B. an den acht Beinen der erwachsenen Zecken. Zecken sind Parasiten. D.h. sie brauchen andere Lebewesen (in diesem Fall Tiere oder den Menschen), von deren Blut sie sich ernähren, ähnlich wie Stechmücken, manche Fledermäuse oder Blutegel. Zecken brauchen aber viel mehr Blut als andere Parasiten. Sie müssen im Extremfall bis zu 15 Tage lang auf einem Wirt bleiben und Blut trinken. Aus diesem Grund ist es für die Zecke auch besonders wichtig, vom Wirt nicht bemerkt zu werden und einen möglichst festen Halt auf seiner Haut zu finden, um auch Kratzen oder Scheuern unbeschadet zu überstehen. Hierfür haben Zecken besondere Strategien entwickelt. FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine virale Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Der Erreger der FSME, das FSME-Virus, wird in erster Linie von Zecken auf den Menschen übertragen. Es sind jedoch auch einige wenige Fälle bekannt, bei denen die Erkrankung durch den Genuss roher Milch von infizierten Kühen oder Ziegen ausgelöst wurde.
Elektronenmikroskopische Aufnahme eines FSME-Virus Lange Zeit galten vor allem bestimmte Berufsgruppen wie Förster, Jäger, Wald- und Landarbeiter als besonders gefährdet, an einer FSME zu erkranken, da sie besonders häufig von Zecken gestochen werden. Inzwischen sind solche beruflich gefährdeten Personen jedoch meist gegen die FSME geimpft. Daher infizieren sich heutzutage etwa 90 Prozent aller Patienten während ihrer Freizeit mit dem Virus.
In der Schweiz erkranken jedes Jahr ca. 150-260 Personen an FSME. Es ist jedoch nicht jeder gleichermaßen gefährdet. Das FSME-Virus tritt nur in bestimmten Regionen auf, in so genannten Endemiegebieten. In der Schweiz werden in Regionen des Kantons Zürich, Thurgau, Bern, St. Gallen, Aargau, Luzern, Solothurn, Schaffhausen, Zug, Obwalden, Nidwalden, Graubünden, Uri, Fribourg, Waadt und Fürst. Liechtenstein FSME-Fälle gemeldet.
Borreliose-Bakterium Die Borreliose wird von einem spiralförmigen Bakterium, dem so genannten "Borrelia burgdorferi", ausgelöst. Sie ist die häufigste durch Zecken übertragbare Erkrankung in der Schweiz. Man schätzt, dass jährlich in der Schweiz 3000 - 5000 Menschen daran erkranken. Bekannt ist die Krankheit schon seit über 100 Jahren. Willy Burgdorfer entdeckte aber erst 1982, dass sie durch Bakterien ausgelöst wird, die von Zecken übertragen werden. Borrelien leben im Darm der Zecken.
Symptome der BorrelioseDie Symptomatik einer Borreliose ist ausgesprochen vielschichtig. Zudem werden viele Beschwerden, die durch eine Borreliose hervorgerufen werden können, auch bei anderen Erkrankungen beobachtet. Das erschwert die klinische Diagnose einer Borreliose.
Eines der wenigen charakteristischen Symptome ist das so genannte Erythema migrans, auch Wanderröte genannt. Diese ringförmige Hautrötung kann einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich rund um die Einstichstelle beobachtet werde. Allerdings tritt das Erythema migrans nicht bei allen Borreliose-Patienten auf.
Im frühen Stadium einer Borreliose werden neben der typischen Wanderröte auch Allgemeinsymptome wie Abgeschlagenheit, Fieber- und Kopfschmerzen beobachtet. Später im so genannten Stadium 2 können die verschiedensten Krankheitszeichen von Hirnhautentzündung über starke Schmerzen bis hin zu Herzproblemen auftreten. Relativ häufig wird bei späten Stadien der Borreliose eine Gesichtslähmung beobachtet. Aber auch diese kann ebenso bei anderen Erkrankungen auftreten.
Im chronischen Spätstadium der Borreliose werden häufig Gelenkentzündungen oder die sogenannte Pergamentpapierhaut beobachtet. ^ nach obenWie kann man sich anstecken?
Während FSME Viren in den Speicheldrüsen der Zecken sitzen, befinden sich die Borrelien zunächst im Mitteldarm. Das hat zur Folge, dass FSME-Viren direkt mit dem Stechakt auf das Opfer übertragen werden können. Bei Borrelien dagegen geht man davon aus, dass sie erst nach vielen Stunden des Saugaktes in den Wirt gelangen. Untersuchungen haben gezeigt, dass innerhalb der ersten 12 Stunden fast keine Übertragung des Erregers stattfindet, nach mehr als 47 Stunden dagegen beträgt die Erregerübertragung 100%. Insbesondere zur Verhinderung einer Borreliose ist es also wichtig, eine Zecke so schnell wie möglich zu entfernen. Mit Borreliose kann man sich im Normalfall nur durch einen Zeckenstich anstecken, an Borreliose erkrankte Personen sind nicht ansteckend.
Gegen Borrelien gibt es keine Immunität, d.h. man kann sich mehrfach infizieren und auch mehrere Borreliosen verschiedener Stadien gleichzeitig haben. Es gibt derzeit keine Impfung gegen Borreliose. Lyme-Borreliose ist nicht direkt ansteckend, von unwahrscheinlichen Ausnahmen einmal abgesehen. ^ nach obenWo kommt die Borreliose vor?
Borreliose kommt weltweit überall dort vor, wo auch Zecken vorkommen. Verschiedene Zeckenarten sind als Überträger der Borreliose bekannt. In Europa ist der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) der wichtigste Überträger von Borrelien. In der Schweiz ist durchschnittlich jede dritte Zecke mit dem Borreliose-Bakterium infiziert. Borreliose kommt in der ganzen Schweiz vor.
Schutz vor Zecken Wie schütze ich mich vor Zecken?Einen sicheren Schutz vor Zecken gibt es nicht. Aber man kann dennoch einiges tun, um Zeckenstiche zu vermeiden:
Auf die richtige Kleidung achten. Geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und lange Hosen tragen. Da Zecken hauptsächlich im Unterholz und an Gräsern sitzen, ist es sinnvoll, die Socken über die Hosenbeine zu ziehen. Helle Kleidung ist günstiger als dunkle, da man Zecken darauf gut erkennen und noch vor einem Stich entfernen kann.
Nach einem Besuch im Freien in einem Zeckengebiet sollte man den ganzen Körper nach Zecken absuchen. Zecken suchen sich erst eine geeignete Stelle bevor sie stechen und krabbeln meist eine zeitlang am Körper entlang. Zecken bevorzugen dünne und warme Hautstellen, deshalb sollte man sich unter den Armen, in den Kniekehlen, am Hals, auf dem Kopf (vor allem bei Kindern) und im Schritt besonders gründlich auf Zecken untersuchen.
Den Aufenthalt im hohen Gras oder Unterholz vermeiden.
Insektenabweisende Mittel verwenden. Diese helfen zumindest eine Weile. Aber auch sie stellen keinesfalls einen sicheren Schutz vor Zecken dar. Wie wirken die zeckenabweisenden Mittel? Zecken suchen sich ihre Opfer nach dem Geruch: Mit dem Hallerschen Organ nehmen sie ganz bestimmte Stoffe wahr, die von ihnen als "attraktiv" eingestuft werden. Es gibt aber auch bestimmte Duftstoffe, die Zecken nicht mögen. Text Baxter
Für die Unterbringung Ihres Hundes empfehlen wir Ihnen unter anderen; Die Tierpension "Vier Pfoten Paradies" von Herr W. Conci & Frau S. Schmid, in 3785 Gsteig bei Gstaad. Tel. 033/765 35 51 ausgestattet für eine Kapazität von bis zu 20 Hunden. Hier haben die Tiere 24 Std. jemand anwesend. Empfehlenswert!
Ebenso die Tierpension Rudolf Grütter an der Brenzikofen- strasse in 3627 Heimberg 033/437 87 84. Diese Stätte ist für eine Grosszahl von Hunden ausgerichtet und ist auch anerkanntes Tierheim. Hier sind ausgebildete Tierpflegefachpersonen am Werk. Dieser Betrieb ist auch Ausbildungsstätte für werdende Tierpfleger/innen. Empfehlenswert!
Gedanken vor der Anschaffung eines Hundes..?! Wieso gerade ein Hund..? Bin ich / wir für einen Hund bereit? Hat ein Hund Platz in unserer Familie? Haben wir / ich genug Zeit? Wie stehts mit meiner körperlichen Ertüchtigung? Will ich ein Tier verstehen lernen?Was für ein Hund kanns den sein..? Welche grösse passt zu uns? Soll es ein reinrassiger Hund sein? Es gibt derart viele Rassen die im laufe von beinahe Jahrhunderten herangezüchtet wurden. "man sagt ja nicht vergebens; wie der Meister, so sein Hund".. Es gibt beinahe für jeden Menschentyp den passenden Hund. Also lohnt sich hier das genaue Abklären. (Z. B. an Hand von Literatur). Auch ein gekreuzter Hund oder ein Mischling kann Freude bereiten. Oftmals sind die genauen Rasseneinschläge nur zu erahnen. Bei einem Mischling ist als Welpe ab und zu die Grösse nicht immer ganz genau vorhersagbar. Doch auch diese Hunde sind lernfähig und widerstandsfähig. Ein Rüde oder eine Hündin? Wer nicht züchten will, kann sich mit beiden Geschlechtern anfreunden. Bei der Hündin ist die "Läufigkeit" zwei Mal pro Jahr ein Thema. In dieser Zeit ist sie, in nicht unterbundenem Zustand" empfänglich. Männchen markieren durch Beinheben>Duftmarkieren ihre Präsenz. Auch die Dominanz des jeweiligen Geschlechts gilt es zu berücksichtigen. Langhaar oder Kurzhaar ist ebenso ein Thema. Je nach Einsatz des Hundes. Auch die Fehlpflege ist hier zu beachten. Jeder Hund bedarf täglich Pflege von seinem Fehl. Die einen intensiver, die andern weniger. Die einen Rassen benötigen auch einen Coifeur von Zeit zu Zeit. Welpe, Junghund, oder ausgewachsenes Tier? Der Welpe ist formbar und braucht viel Zeit und Zuwendung in der Erziehung. Beim Junghund sind z. Teil Anpassungen möglich. Auch mit ihm muss noch gearbeitet werden. Der ausgewachsene Hund ist nicht mehr so formbar. Gewisse Charakter- eigenschaften und Angewohnheiten sind gegeben. Das Tier muss lernen, sich an die neuen Besitzer zu gewöhnen. Was sehr oft auch gelingt. Ernährung; erkundigen sie sich beim Bezüger über Essgewohnheiten des Hundes. Eine ausgewogene Ernährung ist für Ihren Hund wichtig. Kalzium und Phosphor sind die wichtigsten Inhaltsstoffe. Ob Sie Frischnahrung oder Trockenfutter verwenden, liegt in Ihrem ermessen. Beim Trockenfutter ist immer ausreichend Wasser zum Trinken bereitzustellen. Beachten Sie auch die täglichen Rationen und rechnen Sie Leckerli in der Essmenge mit ein. So legt Ihr Hund nicht ungewollt an Gewicht zu. Ein Hund ist nicht unbedingt ein ausschliesslicher Fleischfresser. Auch Eiweiss, Kohlenhydrate, Fett, Mineralstoffe und Vitamine gehören dazu. Bitte beachten Sie, was der Hund an anderem Essen sonst bekommt. Küchenabresten, Wurstschinte oder gesalzenes, wie auch Schokolade ist nicht ideal! Speisengabe nie zu heiss oder zu kalt. Hunde gewöhnen sich an die Essenszeiten. Versuchen Sie diese so gut wie möglich einzuhalten. Auch sind die Mahlzeiten für den Hund immer etwas spezielles. Im Fachhandel berät Sie fachkundiges Personal gerne. Wo beziehe ich meinen Hund? Bei reinrassigen Hunden lohnt es sich bei ausgewiesenen Züchtern vorbeizuschauen! Bei Mischlingen kann es auch ein Hund vom Nachbar sein, wenn er zu Ihnen passt. Tierheime vermitteln auch immer Hunde an gute Plätze. Hier werden die genauen Umstände erfragt. Lassen Sie sich beraten. Hundekäufe einfach mal schnell von Hundehändlern, an Märkten, oder ein Kauf im Ausland sind zu überdenken. Finanzielles;Berechnen Sie die Anschaffungskosten, den Bedarf an Nahrung, den Tierarzt, die Hundetaxe, das ev. Zubehör, ec. Ebenso ev. Pensionskosten. Was gibt es sonst noch zu beachten? Versicherungskosten für eine nötige Haftpflichtversicherung. Wie stehts mit den Wohnverhältnissen? Sind Hunde in meinem Mietobjekt zugelassen? Eine Hunderasse die zur Zeit gerade "inn" ist, ist kein Modeartikel. Lassen Sie sich diese Punkte durch den Kopf gehen.. Diskutieren Sie Ihr Vorhaben. Erkundigen und informieren Sie sich vorab ausführlich. (Text: Heinz Bula)
Hundechip; Neu müssen Jundhunde "gechipt" werden. Der Chip lässt sich durch den Tierarzt implantieren. Dies geht u. a. auch mit einer Impfung kombiniert. Der Chip enthält Stammdaten über den Hund und eine Registriernummer. Diese Registriernummer ist bei einer nationalen Registraturstelle registriert. Bei einem Auffinden eines Hundes können u. a. Polizei, Tierärzte oder auch Tierheime mit einem Scangerät diese Registratur ablesen und mit Hilfe der Registraturstelle den Hundebesitzer ausfindig machen. Der Hundebesitzer erhält von der Reg. stelle ein schriftliches Dokument, welches auch bei einem Grenzübertritt benötigt wird. (HB)
Chipobligatorium ab 01.01.2007 Ab diesem Datum müssen alle Hunde in der Schweiz gechipt und erfasst sein. Schätzungen zur Folge leben in der Schweiz per Ende Okt.'06 500'000 Hunde. Davon sind 350'000 bereits erfasst. Für die verbleibenden 150'000 Hunde haben deren Besitzer die Gelegenheit ihr Tier beim Tierarzt "chipen" und registrieren zu lassen. Das Chipalter für Hunde ist ab 3 Monate. (Text gemäss Gesetzesbestimmungen)
Der Bundesrat hat Massnahmen gegen gefährliche Hunde erlassen. Konkret will er eine Meldepflicht für Hundebisse. Rassenverbote und Halterbewilligungen für bestimmte Rassen sind vom Tisch. Eine neue Halterhaftpflicht wird geprüft
[sda] - Seine - von den Kantonen durchzusetzenden - Massnahmen ergreift der Bundesrat, indem er die geltende Tierschutzverordnung ändert und einen Artikel des im Dezember verabschiedeten neuen Tierschutzgesetzes vorzeitig in Kraft setzt.
Wie Bundesrat Joseph Deiss vor den Bundeshausmedien sagte, ist die Meldepflicht für Hundebisse mit ein zentraler Punkt der Massnahmen. Wurden Mensch oder Tier in erheblicher Weise gebissen, müssen Ärzte, Tierärzte, Zollorgane und Hundetrainer das bei den kantonalen Stellen melden. Auch übermässig aggressives oder sonst abweichendes Verhalten wird meldepflichtig.
Bereits heute müssen die Hunde mit einem Mikrochip gekennzeichnet und in einer Datenbank gespeichert sein. In einem darüber hinaus gehenden Schritt will der Bundesrat nun die Halter verpflichten, Besitzer-, Wohnsitzwechsel und Tod des Tieres zu melden.
Neben der verschärften Meldepflichten will der Bundesrat die Hundehalter mit einer Änderung der Haftpflicht in die Verantwortung nehmen. Wie Deiss sagte, muss das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement eine Änderung hin zur Kausalhaftung prüfen. Derzeit haftet ein Halter für Schäden seines Hundes, wenn ihm ein Fehlverhalten angelastet werden kann.
Im Zentrum der Massnahmen stünden der verantwortungsvolle Halter und der sozialisierte Hund, sagte Deiss. Der Schutz der Bevölkerung sei wegen der Polizeihoheit Sache der Kantone. Darum obliegt die Ausführung der Massnahmen den Kantonen.
Dass der Bundesrat entgegen den Vorschlägen des EVD auf die Pflicht für Hundehalterkurse und das Verbot bestimmter Rassen verzichtete, sei eine Niederlage für ihn, sagte Deiss. Die beiden Ratskammernwiesen diesen Entscheid als zuwenig ausgeprägt an den Bundesrat zurück. Sie erwarten immer noch ein Rasseverbot für gefährliche Hunde. Stand Sommersession '06. (Bo.Z)
Durch die SKG entworfen; Hundehalterbrevet
Wozu ein Hundehalterbrevet?
Hunde erfüllen in unserer Gesellschaft neben ihren vielfältigen Aufgaben im Dienste des Menschen als Such-, Rettungs-, Schutz- oder Hütehund eine ganz wichtige soziale Funktion. Gleichzeitig werden die Rahmenbedingungen für eine artgerechte Hundehaltung immer schwieriger. Es sind heute deshalb mehr denn je kompetente Hundehalter gefordert, die mit ihrem Hund rücksichtsvoll in Erscheinung treten.
Die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) hat deshalb eine Hundehalterprüfung ausgearbeitet, das Hundehalterbrevet SKG, welches die wichtigsten Elemente in der Grunderziehung von Hunden beinhaltet. Die Prüfung wurde von Verhaltensfachleuten und erfahrenen Kynologen ausgearbeitet und beruht auf langjähriger Erfahrung in der Grundausbildung von Mensch und Hund.
Das Hundehalterbrevet SKG wird von vielen Sektionen der SKG und von privaten Hundeschulen angeboten und richtet sich an alle Hundehalter, unabhängig von einer Mitgliedschaft in der SKG.
Jeder Hundehalter, der das Hundehalterbrevet erwirbt, leistet einen wichtigen Beitrag zum problemlosen Halten von Hunden in unserer Gesellschaft.
Die Übungen - darauf kommt es an:
Grundsatz Das Wichtigste im Alltag mit dem Hund ist, dass Begegnungen mit andern Menschen und Hunden freundlich verlaufen und dass der Hund auf Zuruf sofort zu seinem Halter zurückkehrt.
Übung 1: Gehen an der Leine Der Hund soll an lockerer Leine neben seinem Führer gehen und darf ein vorbeifahrendes Fahrzeug nicht verfolgen. Übung 2: Sitz und Platz Eine einfache Übung, die im Alltag immer wieder nützlich ist.
Übung 3: Begegnungen mit Menschen Der Hund soll bei Begegnungen mit fremden Menschen freundlich aber nicht aufdringlich sein. Übung 4: Begegnungen mit auffällig gekleideten Menschen Menschen tragen gelegentlich für den Hund befremdliche Dinge. Er muss lernen, darauf nicht zu reagieren.
Übung 5: Begegnung mit einem anderen Hund Der Hund soll einen andern Hund problemlos an lockerer Leine kreuzen können.
Übung 6: Abrufen mit und ohne Ablenkung Dies sind die zentralen Übungen des Hundehalterbrevets. Nur wer seinen Hund auch von einem plötzlich auftauchenden Menschen oder von einem frei laufenden fremden Hund abrufen kann, besteht die Prüfung.
Übung 7: Anfassen des Hundes Sich anfassen lassen ist wichtig und kann gelernt werden.
Allgemeines zur Prüfung
Die Prüfungsvorbereitung Zur Vorbereitung auf die Prüfung werden von vielen kynologischen Vereinen und Hundeschulen Kurse angeboten, die zeigen, wie Hund und Hundehalter das Ziel Hundehalterbrevet SKG erreichen können. Informationen zu den Kursen erhalten Sie direkt bei den Vereinen und Hundeschulen.
Die Prüfung kann aber auch ohne Kurs von allen Hundehaltern absolviert werden, welche mit ihrem Hund die Anforderungen erfüllen.
Die Prüfung Die Prüfung wird von einem kynologischen Verein oder einer Hundeschule organisiert und von einem Experten der SKG bewertet. Die Prüfungen werden in der Zeitschrift «HUNDE» und auf dieser Internetseite ausgeschrieben.
Ausweis Nach Bestehen der Prüfung erhält der Hundehalter einen Ausweis in Kreditkartenformat, auf dem ihm und dem Hund bescheinigt wird, die Prüfung bestanden zu haben.
Kosten Die Kosten für die ganze Prüfung einschliesslich Unterlagen und Ausweis betragen Fr. 70.- für SKG Mitglieder und Fr. 90.- für Nichtmitglieder.
Hunde und Halter beim Waldspaziergang
Der Wald lockt zum Spaziergang, zum Radfahren oder zum Ausritt. Und mit Waldi macht der Waldspaziergang noch mal soviel Spaß. Viele Hundehalter geben ihren Vierbeinern vollen Auslauf und Bewegung ohne Leine. Einige von Ihnen auf dem Zweirad oder sogar hoch zu Ross. Doch das kann Probleme geben. Vor allem im Frühjahr, wenn bei Reh und Wildschwein Kinderstube angesagt ist. In jedem Jahr sorgt dieses rege Treiben von Mensch und Tier in unseren Wäldern nicht selten für folgenschwere Begegnungen zwischen Wild und Hund. Zum Leidwesen der Förster und Jäger.
Leider ist Gehorsam bei vielen Hunden nur in wenigen Fällen erlernt und vorhanden. Oft hat man den Eindruck, nicht "Herrchen" oder "Frauchen" gehen mit ihrem Hund spazieren, sondern umgekehrt. Solche Hunde beim Spazieren gehen unangeleint laufen zulassen, birgt stets die Gefahr, dass sie, sowohl im Wald als auch im Feld, beim Anblick von Wild oder der Aufnahme frischer Witterung sofort ihrem angeborenen Hetz- und Beutetrieb folgen.
Auch der treueste Hund kann unter Umständen zum Wilderer werden.
Manch ein Hundefreund denkt, dass sein Hund so etwas niemals machen würde. Irrtum! Jeder Hund ist in seinem tiefsten Innern einen Wolf. Gleich ob Schäferhund, Dackel, Pudel, Terrier oder der kinderliebe Mischling von nebenan. Deiner auch, falls Du einen hast.
Zwar dürfen Hunde im Wald frei laufen, aber nur in Sichtweite des Herrchens. Für den Reiter oder Radfahrer mit Hund dürfte das schon Schwierigkeiten machen. Schnell ist der Hund im Unterholz verschwunden. Was nun mit dem Rad oder dem Pferd? Vor ähnlichen Problemen steht auch der Langläufer mit Hund im Winter. Rehkitze geben zwar keine Witterung ab und kauern bei Gefahr regungslos im Schutz der Vegetation, aber wehe sie werden vom Hund aufgeschreckt. Die anschließende Verfolgungsjagd kann mit einer lebensgefährlichen Erschöpfung des Kitzes enden. Wer jemals einen Hasen nur noch in zerrissenen Einzelteilen fand, der wird sicherlich verstehen was Forstleute oder Jäger bei solchen Anblicken empfinden.
Manchmal endet eine Verfolgungsjagd auch mit dem Tod des Hundes, handelt es sich beim gejagten Jungtier nicht um ein Kitz, sondern um einen Frischling. Mutter Wildschwein nimmt so etwas sehr übel, entdeckt sie das Treiben. Je größer der Hund, desto größer ist die Chance, von den Zähnen der Bache (so heißt das Muttertier auf Jägerchinesisch) regelrecht aufgeschlitzt zu werden. So manch ein Hund endete auch schon im Magen eines Wildschweins, denn Wildschweine sind alles andere als Kostverächter.
Das Hetzen von Wild durch einen freilaufenden Hund ist übrigens Tierquälerei im Sinne des Tierschutzgesetzes. Jagdpächter und Förster sind daher verpflichtet, das ihnen anvertraute Wild vor wildernden Hunden zu schützen. Helfen alle Warnungen nichts, kann der wildernde Hund oder die wildernde Hauskatze zum Schutz des Wildes erschossen werden.
In der Regel helfen aber schon Warnungen des Jägers oder Försters. Im Übrigen machen frei laufende Hunde nicht nur dem Wild zu schaffen. Vielleicht hattest Du auch schon mal Angst und hast Dich bedroht gefühlt, als ein freilaufender Wolfsnachfahre größeren Kalibers hechelnd und ohne Leine auf Dich zukam. Deshalb sollte auch der bravste Hund im Wald an der Leine laufen. Dabei hat er trotzdem den Auslauf und die Bewegung, die er braucht.
Autor dieses Textes ist Dr. Alexander Stahr
Hunde beim Waldspaziergang im Winter bitte nicht von der Leine lassen Bonn (dpa/gms) - Zur Schonung von Rehen und Hirschen sollten Hunde derzeit beim Waldspaziergang auf keinen Fall von der Leine gelassen werden. Auch die Halter sollten unbedingt auf den Wegen bleiben, rät der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) in Bonn. Um mit der momentanen Eiseskälte zu Recht zu kommen, leben die Wildtiere in einer Art Energiesparmodus. Dazu gehört, dass ihre Herzschlagfrequenz deutlich herabgesetzt ist. "Das macht sie empfindlicher gegen Störungen", erklärt Torsten Reinwald vom DJV.
Auch die Halter sollten unbedingt auf den Wegen bleiben.
Werden die Tiere in dieser Situation von einem Hund gehetzt, kann das im schlimmsten Fall zum Herzschlag führen. Sehen sie sich im Winter plötzlich einem Fußgänger gegenüber, der ins Unterholz vorgedrungen ist, bedeutet das ebenfalls Stress für sie. "Teils bleiben sie stoisch stehen, wenn man ihnen zu nahe kommt. Viele missdeuten das als Zutraulichkeit." Wenn die Wildtiere aufgeschreckt werden, steigt ihr Energiebedarf, sagt Reinwald. In Ermangelung anderer Nahrungsquellen stillen sie ihren Hunger dann oft an der Rinde oder an Ästen von Bäumen und können ihnen dadurch Schaden zufügen. (Text: Kirasoftware.com)